Mittwoch, 28. April 2010

Zurücknähenlassen in der Türkei

Sehnaz kümmert sich gerade um H&M Produktionsstätten in der Türkei und aktiviert dafür ihre türkische Verwandtschaft. Hier der Stand der Dinge:
Die verwundeten Babystrampler in die Wiege der Menschheit (so sagt der eine oder andere Türke über die Türkei) zurückbringen. Ganz easy, dachte ich mir. Hab da ja Familie, mein Cousin ist sogar in der Textilbranche, der sitzt an der Quelle. Ich aber nicht. Nachdem ich von meiner Cousine über Facebook erfuhr, dass sie in zwei einhalb Monaten zum zweiten Mal Mutter wird und sie sich melden würde, sobald sie unseren Cousin zu Gesicht bekommt, empfand ich diese Aufgabe als eine Überforderung für Sie und unser Verhältnis. Ich erreiche seine Frau über den Facebook-Account meiner Schwester. Sobald ich ihm geschrieben habe, soll ich ihr Bescheid geben, da er so gut wie nie seine emails von alleine abruft. Seine Antwort ist ein verlockendes Versprechen: ich müsse ihm nur sagen, was ich „produzieren“ möchte. Hab ich.
Sicherheitshalber bin ich seit gestern bei alibaba.com – „hier fängt globaler Handel an“ – angemeldet. Habe Hakan Karadag von der H&M Textile Agency mal eine herantastende mail geschickt. Grade hat sich mein Cousin zurückgemeldet: krieg wohl morgen ne Liste mit sämtlichen H&M Kinderware-Produzenten. Soweit er sich erinnern kann gibt es zwei große Produzenten: SUMO TEXTILE und EKPEN TEXTILE. Es geht nun endlich voran! Ich skype die Riesen morgen früh gleich an...
Nun, das ist mittlerweile geschehen, so viel ich weiß, gibt aber noch keine Antwort. Mal sehen. Sehnaz bleibt jedenfalls dran, sagt sie. Ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die naechsten aufgetrennten Teile in den H&M Kreislauf zurückbefördert werden können ... Die Homepage von Sumo Tex ist übrigens ein Knüller, hoffentlich kommen wir mit denen ins Geschäft …

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